Weihnachtsfeier am 07.12.2019

Wie gut sie singen, haben die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Liederkranz Lampenhain zuletzt beim Abschlusskonzert zum 100. Vereinsjubiläum Ende Novemberunter Beweis gestellt. Jetzt machte der gemischte Chor unter Leitung von Edith Schmitt bei der Weihnachtsfeier im Gemeindesaal des ehemaligen Rathauses den musikalischen Auftakt zum geselligen Beisammensein.

Dies mit dem "Andachtsjodler", den Liedern "Weihnachtszauber", „Schaut hinauf zum Himmelszelt“ und "Hört doch wie es singt und klingt".

Dann ging es mit den Jüngsten im Verein auf große Reise. Und zwar mit dem Mini-Musical "Unser kleiner Stern". Der dafür gebastelte und dank Lichterkette leuchtende Stern sah aus wie jener aus Bethlehem und wandert gern. Deshalb sangen die Kinder auch das "Sternreiselied"

Weihnachten in Europa ist ja eher etwas Winterliches. In Russland sorgt "Väterchen Frost" dafür, dass es richtig kalt wird. In Chile singt man bei sommerlichen Temperaturen gern das "Feliz Navidad" und in China, wo sich nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung zum christlichen Glauben bekennen, ist Weihnachten eher ein Fest mit vielen bunten Blumen als schmückendes Beiwerk. Beim Mini-Musical konnten jedenfalls auch die Großen Einiges dazu lernen. Laut dem Vereinsvorsitzenden Reiner Noe hat die Weihnachtsfeier beim Gesangverein eine lange Tradition, die aufrechterhalten werden soll. Der Chor ist gut gemischt und es gibt dort erfreulicherweise auch viele junge Gesichter.

 

Jubiläums-Konzert am 26.10.2019

Vor genau 100 Jahren hat sich ein findiger Lehrer darum bemüht einen Gesangverein zu gründen: Im Gasthaus Deutscher Kaiser in Bärsbach wurde damals der Liederkranz Lampenhain aus der Taufe gehoben. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres hat der Liederkranz Lampenhain noch einmal zum Konzert geladen, dieses Mail in die evangelische Kirche in Heiligkreuzsteinach. Der Einladung der Sänger folgten viele, und so war die Kirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als nach dem 19 Uhr-Läuten der „Abendfrieden“ erklang.

Das Lied war von Chordirektorin Edith Schmitt passend ausgewählt worden, es sollte einstimmen auf ein inspirierendes Konzert. Es folgten die Lieder „Im Dorf da geht die Glocke schon“ von Bernhard Weber und die „Abendruhe“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach diesem ersten Teil waren die Zuhörer angekommen: in der Kirche, beim Konzert und bei den Sängerinnen und Sängern. Deren Vorsitzender Reiner Noe freute sich, derart zahlreiche Gäste begrüßen zu dürfen. Für die Moderation des Konzertes war eigens Dieter Augstein engagiert worden. Und auch Pfarrer Steffen Banhardt nutzte die Gelegenheit zu einem herzlichen Willkommensgruß.

Im zweiten Block erlebten die Zuhörer dann einen deutlichen Kontrast: Gospels und Ragtime standen auf den Notenblättern „Hello my Baby“ von Henry O. Millsby oder „This little light of mine“ machten nicht nur dem Chor großen Spaß. Schnell war das Publikum in ausgelassener Stimmung und klatschte, schnippte oder wippte im Takt.

Und dann nahm eine lebendige Truppe junger Frauen ihren Platz im Altarraum ein: der junge Chor „La Kuimba“ unter der Leitung von Johanna Bretschi bot Ohrenschmaus ganz anderer Art: eine A-Cappella-Version des Hits „Tears in Heaven“ von Eric Clapton etwa, oder ein weniger bekanntes, aber gerade deshalb umso schöneres „Halleluja, Amen“ von Henry O. Millsby. Und dann: „Stand by me“, Ben E. Kings 60er Jahre-Hit, begleitet mit Gitarre und Percussion. Das Stück zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer und sie quittierten den Auftritt des jungen Chores mit begeistertem Applaus.

Eine Auswahl von Sängern aus den verschiedenen Chören, die von Edith Schmitt geleitet werden, bildet die „Xang-Selection“: In kleiner Besetzung präsentierten sie Chorgesang vom Feinsten und das Publikum ließ sich drauf ein. Ganz nach dem Motto: Einfach Zuhörer und genießen. Das galt besonders für das „Ave Maria“ von Franz Abt: eine Bariton-Stimme wurde hier von der Chorleiterin selbst übernommen, und heraus kam ein ganz spezieller Gänsehaut-Moment.

Der nächste Teil des Konzerts gehörte wieder voll und ganz dem Jubelchor selbst, eingerahmt in das keltische Gebet „An irish blessing“. Von James E. Moore gab es mit „Bleib bei mir Herr“ und „Der Herr segne und behüte Dich“ musikalische Segenswünsche und so wurde der Chor auch bei der Liederauswahl dem Ort des Konzerts gerecht.

Zum großen Finale versammelten sich dann schließlich alle Akteure noch einmal, um gemeinsam zu singen: „Neigen sich die Stunden“ von Lorenz Maierhofer setzte den Schlusspunkt unter ein Jubiläumskonzert, das einen bunten Reigen quer durch das Repertoire der Akteure darstellte, und dem Publikum zeigte: der Liederkranz Lampenhain ist mit seiner Besetzung bestens gerüstet für die Zukunft und auf einem guten Weg zu den nächsten 100 Jahren Chorgesang.

 

GV Liederkranz 1919 e.V. Lampenhain
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